Begegnung

Im Herbst des Jahres 2011 wurde auf der Bahnhofstraße in Arnsberg- Hüsten ein neuer Kreiverkehr gebaut. Angeregt und finanziert von Thomas Wrede (Interprint), entwickelt von Karl Hosse und Haimo Hieronymus, hat Markus Brake mit seiner Mannschaft die technische Ausführung übernommen.

Die Figuren gruppieren sich ja nach Perspektive immer wieder neu. Zwei Gruppen mit je drei Figuren, ein Paar und eine einzelne Figur scheinen sich zu durchdringen. Physische Begegnungen werden zu tatsächlichen Kommunikationsstrukturen.

Abgestimmt auf die verschiedenen Zuwegungen, wird sich für die Autofahrer und Fußgänger immer eine neue Persektive, ein neues Bild ergeben. Die Installation hat eine Höhe von 240 cm und eine Ausdehnung von 16 m. Im Verhältnis zur Position des Betrachters ergibt sich so der Eindruck lebensgroßer Figuren.

Wir waren während der Entwicklung der Arbeit bestrebt, drei verschiedene Aspekte in den Blick zu nehmen:

  1. Die Arbeit sollte die besondere Lage des Kreisverkehrs thematisieren. Im direkten Umfeld liegen ein Seniorenzentrum, ein Einkaufszentrum, eine Kirche, ein Zollamt und einige private Wohngebäude. Im weiteren Umfeld finden sich eine Schule und diverse Firmen sowie der Bahnhof.  Hier kommen viele Menschen in immer neuen Kommunikationssituationen zusammen.
  2. Die Arbeit sollte tagsüber zurückhaltend sein. Wir haben eine transparente Installation aus solidem 4VA-Edelstahl geschaffen. Das Material spiegelt die Umgebung wider und fügt sich auf diese Weise fast unsichtbar in die Stadtlandschaft ein. Hier sollte eine Arbeit entstehen, die von den Anwesenden täglich neu entdeckt werden kann, ohne dass sie aufdringlich erscheint. Die gewählten Materialien, Stahl und Kopfsteinpflaster, verweisen sowohl auf das Jetzt als auch auf die Vergangenheit.
  3. Die Arbeit sollte nachts fast inmateriell erscheinen, wie eine Zeichnung aus reinem Licht. Aus diesem Grund wird sie nachts von Leuchten der Firma Trilux, die im näheren räumlichen Kontext produziert, erleuchtet.